13.04.2006

Einsicht

Morgens, aufgewacht
Mein Körper fühlt sich so schwer an.. ich will fast nicht aufstehen
Ich blicke zum Fenster, Regen. Der Himmel weint über diese triste Welt
Alles scheint grau und kalt, mir ist auch kalt.. ganz in mir drinnen.
Ich schleppe mich ins Bad, blicke in den Spiegel
Das soll ich sein ?
Was ist bloss aus mir geworden ?
Dann bleibe ich starr.. moment.. was ist das für ein Flüstern ?
Ich blicke mich um... das Bad ist leer, mein Zimmer ist leer.
Das Flüstern wird lauter, es ist keine Stimme von aussen..
Die Stimme ist seltsam vertraut..oder doch nicht ?

Sie spricht:

Dein Körper ist nicht schwer.. du beschwerst dich selbst

Ich schüttle den Kopf, so ein Blödsinn. Mein Körper ist schwer
Mein Körper ist schwer wie blei und ich quäle mich in die Küche.
Frühstücken, aber ich habe garkeinen Hunger

Die Stimme spricht wieder zu mir:
Dein Körper ist nicht schwer.. du beschwerst dich selbst.
Höre wieder auf mich ! Du hörst nur noch auf eine einzelne Stimme,
Doch höre lieber auf alle Stimmen die dir etwas sagen, nicht nur die Melancholie.
Ich bin ein Teil von dir, war es schon immer und werde es immer bleiben.


Ich höre ihr eine weile zu, es ist aber so schwer ihr zuzuhören. Es ist anstrengend.
Der Tag vergeht vor sich hin, der Regen prasselt weiter gegen mein Fenster.

Kein Grund rauszugehen, der Himmel weint immernoch.
Die Welt ist einfach zu trist und zu grau.. zu kalt.
oder..?

Ich zweifle,
die Stimme sagte..
Ich solle wieder auf sie hören, sie wäre ein Teil von mir

Ich wälze mich ins Bett..
Also, die Stimme... bin ich selbst ? Kann das sein ?

Ich spreche zu mir:
Nicht mein Körper ist schwer, ich beschwere mich selbst.
Nicht der Himmel weint, ich selbst weine und kann es nicht zeigen
Es ist nicht kalt, ich friere. Ich bin erstarrt in mir und habe Angst vor einer Glut die einst mein Leben schmiedete
Die Welt ist garnicht grau, ich habe sie mir grau gezeichnet.
Ich bin wie ich immer war, nur wollte ich das nicht mehr sehen.


Dann stehe ich auf, ich muss aus meinem Zimmer heraus
Frisch und mit einem neuen Elan eile ich zur Tür hinaus.
Es regnet immernoch.. ich blicke in den Himmel.
Die Tropfen fallen in mein Gesicht, mir wird kalt, alles ist so laut um mich
Ich fühle mich wieder schwer, als wäre die alte Last nie von mir gewesen

Warum ist es so schwer seine Erkenntnisse auszuleben ?

Doch keine Stimme antwortet mir...

2 Kommentare:

reyi hat gesagt…

lach-regen fenster schwer-DAS ist emo, baby ;)

son schablonen-text sehr schick.



aber ich werde nie verstehen warum regen traurig sein soll. endweder fühle ich mich unterstützt vom regen oder er ist einfach schön. ich stehe auf regen. ich liebe es zu spühren wie er übers gesicht rennt. am besten dabei laut starke musik in den ohren *träum* jaja ich weiche vom beitrag ab -aber regen is schon ne wichtige sache *lach*

ich meinr zu wissen was du meinst mit "es gehört zu dir" liege ich richtig?

"nicht mein körper ist schwer ich beschwere mich selbst" schönes wortspiel-gefällt :)

SpellVandyke hat gesagt…

Es ist weniger über mich, naja.. teilweise.

Es war letztes ja eine Bekanntschaft, eine nette Frau. Ich habe den Namen schon wieder vergessen.. aber ich sagte einmal in tieftrauriger Stimmung:

Der Himmel weint bittere Tränen.

Sie meinte:
Das habe ich früher auch immer gesagt.

Es dauerte eine weile es zu verstehen, aber spätestens heute habe ich es verarbeitet ;)